Finding Europe With Lights – Die Reise hat begonnen

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Finding Europe With Lights – this lamps will connect Europe during the #rp15 conference; photo credit: ubirch

Vor knapp vier Wochen startete unser Aufruf für Finding Europe With Lights. Lieben Dank für die zahlreichen Bewerbungen aus ganz Europa – sogar von prominenter Seite! Jetzt lassen wir die Bewerber zu Wort kommen.

Knapp einen Monat ist es her, dass wir zur Teilnahme am Projekt Finding Europe With Lights unseres Partners ubirch GmbH aufgefordert haben. Die Idee des Projekts besteht darin, speziell handgefertigte Licht-Sensoren an euch, ausgewählte als Sensor-Hosts, in allen europäischen Ländern auszusenden. Jeder dieser Sensoren wird über ein eigenständiges Mobilfunknetz mit einer 3D-gedruckten Lampe in der STATION-Berlin auf der re:publica verbunden (mehr zu den technischen Aspekten und der Installation könnt ihr in diesem Post nachlesen). Auf diese Weise werden die BesucherInnen mit anderen BewohnernInnen Europas in einer ganz besonderen Verbindung stehen – durch Licht.

Vielen Dank euch allen für die vielen – sogar prominenten – Einreichungen, die wir aus ganz Europa bekommen haben! Wir sind überwältigt von der Kreativität, die Ihr in die Begründung "why do you think you would be a good host" gesteckt habt. Innerhalb von zwei Wochen kamen aus jedem EU-Land Bewerbungen hereingeflattert: Neben Frankreich, Deutschland und Italien gab es auch wundervolle Einreichungen aus Ländern wie Malta, Lettland, Finnland oder Rumänien, aber genauso von außerhalb der EU. Uns erreichten Bewerbungen von SoftwareentwicklerInnen, Internet-EnthusiastInnen, KünstlerInnen, Einzelpersonen, Organisationen, Makerspaces, verschiedensten Digital Hubs – und sogar von offiziellen Vertretern der Europäischen Kommission.
Der belgische Sensor wird beispielsweise an Paul Nemitz gesendet, Leiter der Direktion für Grundrechte und Unionsbürgerschaft der Generaldirektion für Recht der Europäischen Kommission. Auch Dušan Chrenek, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in der Slowakei, wird einen Sensor beherbergen.

Inzwischen freuen wir uns schon sehr darauf, die Sensor-Pakete bald auf ihre Reise zu schicken:


Sensoren, die darauf warten, verschickt zu werden.

Wenn die Verschickung in der dritten Aprilwoche begonnen hat, könnt ihr den Postweg der Sensoren durch Europa via GPS auf einer Karte verfolgen. Damit habt ihr die letzten Tage kurz vor der re:publica schon etwas von der Licht-Installation! Wenn ihr auf eine der Markierungen auf der Karte klickt, seht ihr das Reiseziel und die vom Sensor aktuell eingefangenen RGB-Werte. Als kleiner Bonus haben die Sensor-Päckchen ein kleines Loch, so dass der Sensor schon während der Reise Lichtwerte messen kann. Sobald die Hostess oder der Host den Sensor auspackt, werden die Lichtwerte auf der Karte erscheinen. Wenn ihr Neuigkeiten zum Projekt direkt verfolgen wollt, besucht die Seite Finding Europe With Lights auf Facebook.

Zum Schluss wollen wir gerne ein paar der schönsten Bewerbungen mit euch teilen:

"Diese Lampen werden die Farben Europas wiedergeben. Die Slowakei ist stolz, ein Mitglied der Europäischen Union zu sein. Unser europäisches Informationszentrum ist für alle unsere BürgerInnen täglich geöffnet. Wir hören uns ihre Ideen, Meinungen, Belange an. Die Vertretung der Europäischen Kommission in der Slowakei baut eine Verbindung zwischen slowakischen und europäischen EinwohnerInnen – auf eine zwischenmenschliche, aber auch digitale Weise. Gleichzeitig verfolgen und präsentieren wir die Digitale Agenda für Innovation und ökonomischen Wachstum dank der adäquaten und verantwortungsvollen Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien."
Dusan Chrenek, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in der Slowakei

"Ich habe eine großartige Aussicht."
Huko Aaspõllu, Estland

"Ich glaube fest an die Europäische Union und würde gerne als Host Lakatamia, einen Vorort der zypriotischen Stadt Nicosia, auf der Landkarte platzieren, so dass die Leute uns hier in Zypern besser kennenlernen und das für die richtigen Dinge."
Chris Kyprianou, Zypern

"Was für eine brillante Idee. Ich liebe die Schönheit und Schlichtheit hinter dieser Installation. Lasst uns Europa sichtbar machen. Ich bin Mutter von zwei Töchtern (7 und 9) und nehme auch an der #rp15 teil. Ich würde sehr gerne die Möglichkeit haben, Teil dieser Installation zu sein. Aber auch möchte ich meinen Töchtern Europa zeigen und wie es sich anfühlt, Teil einer größeren Idee zu sein."
Anja Windmueller, Deutschland

"Roscommon ist ein Gebiet im Westen von Irland und hat eine lange Geschichte voller keltischer Mythologie. Es war das Zuhause von Königin Maeve, der keltischen Kriegskönigin, und strotzt vor historischen Stätten und Ruinen inmitten einer wunderschönen, grünen Landschaft. Das Licht im Westen von Irland ist spektakulär, im Sommer mit Tageslicht bis 22 Uhr und länger. Dieser Ort am entferntesten Punkt von Westeuropa ist das perfekte Zuhause für einen der Finding Europe With Lights-Sensoren. Er wird von uns mit offenen Armen willkommen geheißen."
Patrick Bruen, Irland

"Ich könnte ein einzigartiges Fenster in Europas südlichstem Land anbieten, dem sonnigen Malta."
Christian Sciberras, Malta

"Impact Hub Athen ist ein soziales Unternehmen, das zu einer weltweiten Gemeinschaft gehört und innovative Ideen fördert, welche darauf zielen, die Gesellschaft und die Welt zu verändern! Es liegt im Zentrum von Athen, der Hauptstadt von Griechenland und Herz des Businesslebens. Daher ist es die perfekte Herberge für interessante Aktionen wie diese."
Impact Hub Athens, Greece

"Ich wäre ein guter Host, da ich Digitalredakteur des Schweitzer Nationalradios und Fernsehens (srf.ch/wissen/digital) – und ich mag einfach all diese Internet-der-Dinge-Dinge…. Ich würde auch gerne auf unseren Kanälen darüber sprechen (Web, Radio, TV). Außerdem ist meine Frau Wissenschaftlerin der Chronobiologie – und warum sollte die Schweiz keinen Host haben? Klar, wir sind nicht in der EU, aber dafür in der Mitte von Europa… Im Feld „country“ habe ich Österreich gewählt, es liegt ja schließlich auch in den Alpen."

"Ich werde den Sensor im King’s College Cambridge platzieren, an dem ich gerade mein Promotionsstudium mache. Mit seinen Gärten und der weltberühmten Kapelle repräsentiert das College nicht nur die Wiege der europäischen Aufklärung, sondern auch den Arbeitsplatz des Computer-Pioniers Alan Turing. Vielleicht können wir den Sensor sogar in sein altes Büro stellen (dafür müsste ich um Erlaubnis bitten)."
Rafael Dernbach, Großbritannien

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