#FASHIONTECH BERLIN – Mode der Zukunft

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Thomas Andrae, Director of 3M New Ventures, giving a presentation about Wearables in the context of the Internet of Things; all photo credits: Nils Krüger

Mode und Technik – für viele sind diese Bereiche nach wie vor eine ungleiche Paarung. Doch die erste Kooperation der re:publica mit den International Fashion Trade Shows PREMIUM und SEEK als Teil der Berliner Fashion Week hat gezeigt, welche zahlreichen Möglichkeiten uns in diesem Bereich erwarten. Mit mehr als 1200 Interessierten, die am 20. Januar 2015 ins Glashaus der Arena Berlin kamen, war die Wearable-Konferenz ein voller Erfolg! Die #FASHIONTECH BERLIN ist eine eintägige Konferenz zum Thema Fashion, Technologie und Wearables, die Gadgets, Hacking und Design zusammenbringt.


The conference included workshops and an exhibition featuring, among other, handcrafted LED jackets by cyclist group Trafo Pop who make them for their night rides through Berlin.

Dabei berichtete unter anderem Fabian Hemmert vom Design Research Lab der Universität der Künste Berlin in seiner Keynote zu textilen Innovationen. Er präsentierte einen mit Sensoren ausgestatteten Handschuh, mit dem Taubblinde Texte verstehen und formulieren können. Für Hemmert sind es nicht nur Spielereien, sondern ein Zukunftsfeld mit vielen Möglichkeiten. So auch die Idee von einem in der Kleidung direkt integrierten Notfallknopf für Schlaganfallpatienten, zum Beispiel in einer Strickjacke. Wenn der Träger sich ans Herz fasst, wird ein Notfall-Anruf per Bluetooth ausgelöst.

Aufschlussreiche Einblicke gewährte auch die Design-Wissenschaftlerin Amy Congdon, sie entwickelt unter anderem neue Materialien aus Bakterien. So hat die Britin beispielsweise Ohrringe aus Haut- und Knochenzellen gezüchtet und eine Rückenapplikation aus Pilzgewächs designt. Was sich momentan noch als unvorstellbar erweist – und für viele auch ethische Fragen aufwirft –, könnte ein Zukunftsmodell für die Textilbranche sein.


Mareike Nieberding talked about how the app Instagram changes the way the fashion industry presents itself.

Auf großes Interesse stieß auch der Vortrag von Mareike Nieberding zum Thema, wie die mobile App Instagram die Mode verändert. Sie erzählte von der andauernden Revolution in der Modeindustrie durch soziale Kanäle. Diese seien heute unverzichtbar für das Business, da sie nicht nur die Unternehmen zwingen, sich bei Modenschauen für BloggerInnen zu öffnen. Auch die DesignerInnen müssten sich überlegen, wie sie ihre Mode in 2D präsentieren und online ins rechte Licht rücken.

Wearables für Jedermann? Das hat sich zumindest Lisa Lang mit der von ihr gegründeten Wearable-Agentur ElektroCouture zum Ziel gesetzt. Für sie ist es wichtig, tragbares Design an der Schnittstelle von Mode und Technik zu gestalten. So sollte Technologie in Wearables unsichtbar sein, damit auch der Mainstream erreicht werden kann. Technologische Vorteile sollten mit ästhetischen Elementen kombiniert werden. Außerdem wünscht sie sich, dass es mehr kollaborative Schnittstellen zwischen beiden Bereichen gibt. Auf der Konferenz erzählte sie von ihren Erfahrungen im FabLab und war begeistert von den vielen Möglichkeiten des Do-it-yourself. Insbesondere der Lasercutter hat es Lang angetan. Für sie ist er die neue Nähmaschine und liefert unendlich viel Spielraum. Ihr Appell: mehr Modedesigner sollten mit Tech-Liebhabern in FabLabs zusammen kommen, um sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen. So könnten viel schneller neue und individuelle Schnittmuster entstehen.


Lisa Lang founded an agency for bespoke wearables technologies, ElectroCouture. She stressed the intersection of fashion and technology and talked about how designers should make use of the Berlin-based FabLabs for their creations more often.


LED dress fabricated by Lisa Lang.

Die erste #FASHIONTECH BERLIN war ein gelungener Auftakt und hat dem Publikum eine bunte Palette aus dem Crossover Modedesign und Technik serviert. Dabei war es wichtig, die Berührungspunkte in diesen Bereichen zu zeigen und wie dadurch neue Kooperationen, innovative Projekte, spannende Trends und neue Arbeitsweisen entstehen – ob nun in Form von Pilzgewächsen, einem Sensor-Handschuh oder die durch Instagram veränderte Denkweise bei Modedesignern. Das Entscheidende ist eine Community, die weiterhin in diesem Feld forscht und arbeitet. Dies wiederum könnte auch eine große Chance für Berlin als kreativer Standort sein. Die experimentelle und junge Ader sowie die lokale Tech-Szene könnten der deutschen Hauptstadt in diesem neuen Modebereich zu Gute kommen.

Der nächste Streich

Doch das war erst der Anfang. Wer die Konferenz verpasst hat, darf sich auf ihre Fortführung freuen: Das Thema wird auf der re:publica 2015 mit einem eigenen Track weitergehend ausgelotet. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Aufruf: Spurtet euch und seid dabei! Bis zum 31. Januar 2015 läuft der Call for Papers – auch zu Fashion, Technologie & Wearables. Außerdem findet im Rahmen der kommenden Berliner Fashion Week im Juli 2015 die nächste #FASHIONTECH BERLIN statt.


After the inspiring talks the fashion crowd gathered for networking – and drinks.



Sponsors like Audi made this event happen. If you would like to become a partner for our next wearable track at re:publica 2015, feel free to contact us for further info.

Pressestimmen

Mode der Zukunft
"So sieht die Zukunft der Mode aus, wenn sie von Kreativen, Technik-Nerds und Wissenschaftlern gemeinsam gedacht wird."
Sueddeutsche.de (20.01.2015)

Maßgeschneiderte Technik
"Der Lasercutter ist die neue Nähmaschine, die meisten Modeschöpfer wissen es nur noch nicht."
heise.de (21.01.2015)

So sieht die Zukunft von Mode und Technologie aus
"LED-Westen und Abendkleider werden sich bald in Screens für Twitter-Nachrichten verwandeln und Ringe verpasste Anrufe anzeigen."
WIRED.de

Sind selbstwachsende Stoffe und 3D-gedruckte Ringe das neue Schwarz?
"Innovative Designer sollten ihre Ideen mit Crowdfunding-Kampagnen verwirklichen."
Gruenderszene.de (21.01.2015)

Startschuss für die digitale Modezukunft
"Im Rahmen der Fashion Week in Berlin versammeln sich erstmals Designer, Elektronik-Nerds und Kreative auf der Fashiontech, um die Schnittstelle von Mode und Technologie neu zu entwerfen."
N24.de (20.01.2015)

#FashionTech Berlin, die Erste
"Denn hier ging es nicht um das was es schon gibt, sondern um das, was technisch noch möglich ist.“
medium.com (22.01.2015)

#Fashiontech bündelt Mode und Hightech
"Digitalisierungsprozesse und smarte Kleidung revolutionieren die Modebranche, stellen bisherige Gewissheiten in Frage und eröffnen innovativen Unternehmen neue Geschäftsmodelle, Produkte und Märkte."
J’N’C’ Magazines Home (22.01.2015)

No Bullshit Zone
"Kein Bullshit, nur kluge Köpfe und ihre modischen Visionen."
freiseindesign.com (25.01.2015)

Tausend Farben tief
"Die erste Berliner Fashion Tech Konferenz, organisiert als Nebenprogramm der Modemesse Seek im Glashaus der Arena Treptow, suchte technische Lösungen für modische Probleme."
Zeit Magazin (21.01.2015)

Von Notfallstrickjacken und Schals mit Kopfhörern
"Daraus lassen sich sowohl nützliche als auch modische Produkte entwickeln."
Deutschlandfunk.de (20.01.2015)

Begeisterung in Berlin
"Die von Seek und Premium veranstaltete Fashiontech-Konferenz war sehr gut besucht und lieferte viele inspirierende Ideen für die Zukunft von Mode und Technik."
Textilwirtschaft.de (21.01.2015)

Cooler Zwirn in coolen Hallen
"Hier verbindet Mode intelligent Fashion mit Digitalem, etwa bei Smartphone-Handschuhen oder Mützen mit mp3-Player"
Visit Berlin.de (15.01.2015)

Pralle Ideen: #FashionTech Berlin
"Stoff aus Bakterien, Eheringe aus dem Knochenmark des Liebsten und Tools, mit denen wir 140 Jahre alt werden: re:publica und Seek bringen auf der Fashion Week Mode und Technologie zusammen – in einem umwerfend umfangreichen Programm."
PAGE online.de (21.01.2015)

FASHIONTECH: The Conference of Future Fashion
"Bei solch einer Verbindung mit der Natur, Technologie und Mode kann man ein Mal sehen was heutzutage alles möglich ist."
Style Taxi (31.01.2015)

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